Aus Kitzingen:

Grüne Abgeordnete besuchen Münsterschwarzach

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Einen Abstecher in den Landkreis Kitzingen unternahmen am 05.03.2016 die Bundestags-abgeordneten Ekin Deligöz und Uwe Kekeritz sowie die Landtagsabgeordnete Kerstin Celina. Gemeinsam mit den Kreisvorständen Andrea Drexelius, Nicole Engelbrecht und Harald Godron, Kreisrätin Angela Hufnagel sowie Volkhard Warmdt und Heiner Schmidt vom Bezirk Unterfranken besuchten sie die Benediktinerabtei Münsterschwarzach.

Hier wurde ihnen von Pater Christoph Gerhard das Energiekonzept des Klosters vorgestellt. Im Jahr 2001 wurde zunächst im Rahmen einer Energiestudie eine Datenaufnahme durchgeführt. Dazu wurden alle Gebäude auf Zustand, Dämmung und Größe überprüft und bewertet. Dasselbe geschah mit den elektrischen Energieverbrauchern. Ziel dieser Studie war eine Ermittlung der Einsparpotentiale. Oberstes Ziel des Konzepts ist die Energieeinsparung. Nach Ausschöpfung aller Einsparpoteriale sollte der Restenergiebedarf dann durch regenerative Energien gedeckt werden.

Mittlerweile werden auf den Dächern des Klosters Photovoltaikanlagen betrieben, die bislang über 350.000 kWh ins öffentliche Netz eingespeist haben. Ein eigenes Wasserkraftwerk liefert in Spitzenzeiten bis zu 20 kW elekrische Leistung.

Pater Christoph Gerhard erklärt den grünen Gästen das Energiekonzept Foto: Grüne

Pater Christoph Gerhard erklärt den grünen Gästen das Energiekonzept Foto: Grüne

Der Hauptanteil der Energie wird aber für das Heizen der Gebäude benötigt. So kam es zum Bau einer Biomasse-Heizung. Als Energieträger dient Holz, das in der Umgebung reichlich vorhanden ist und somit einfach transportiert werden kann. Außerdem stärken die Benediktiner so noch die regionale Forst- und Landwirtschaft.

2006 wurde eine Biogas-Anlage in Betrieb genommen, die mit nachwachsenden Rohstoffen bestückt wird. Sie liefert etwa 2500 MWh an Strom und 1700 MWh Wärme. Die Gülle der Biogas-Anlage ist eine veredelte Form von Biodünger. Abgerundet wird das Energiekonzept durch eine thermische Solaranlage, die im Sommerhalbjahr das Brauchwasser für das Ökonomiegebäude heizt.

Durch all diese Schritte konnte die Abtei Münsterschwarzach ihren CO²- Ausstoß von über 2500 to im Jahr auf praktisch null reduzieren.

Die Vertreter der Grünen zeigten sich sowohl von der vorausschauenden Wirtschaftsweise als auch von den immensen Einsparungen, die die Benediktiner seit 2001 erzielen konnten, beeindruckt.

 

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