Aus Kitzingen:

Im Krankenhaus

Notfallhilfe Für Kitzingen

 „Mama, verdient man als Pfleger eigentlich viel Geld“

Da wäre man versucht, den alten besserwisserischen Spruch zu sagen: Verdienen und Bekommen ist was anderes. Aber Sarkasmus ist bei Kindern eher nicht angebracht. „Nein von dem Gehalt kann man nicht reich werden.“ „Die machen doch aber die ganze Arbeit im Krankenhaus.“ Genau. Kindermund tut Wahrheit kund.

Aber es geht mir hier nicht um Kalendersprüche, die scheinbar gar nicht so dumm sind. Es geht um die Pflegekräfte, die ich in der Uniklinik Würzburg kennen lernen durfte, nachdem mein Sohn nach einem dramatischen Sportunfall dort aufgenommen wurde. Nicht nur mein Sohn fühlte sich gut aufgehoben, sondern auch die Mutter, die gar nicht wissen wollte, ob sich die Zehen unter der Decke noch bewegen. Durch die besonnene und freundliche Atmosphäre lief alles ruhig und undramatisch ab. Auf der chirurgischen Kinderabteilung angekommen schwirrten alle um uns herum und die Anspannung wich nach und nach.

Obwohl die meisten Pflegekräfte überarbeitet sind und zu viele Patienten in zu kurzer Zeit zu Pflegen haben, merkt man es den meisten nicht an. Davor habe sollten wir alle sehr viel Respekt haben.  Ich möchte mich bei allen ausgebildeten Pflegekräften, Schwesternschülerin, Pflegern in der Ausbildung und Bundesfreiwilligen bedanken, die wirklich ein gutes Team sind und gleichzeitig auf die bundesweite Aktion am Samstag „Pflege liegt am Boden“, an der auch Kitzingen teilnimmt, aufmerksam machen.

Am Samstag den 14.12.2013 von 16 Uhr bis 16:10 Uhr soll der Flashmob stattfinden. Treffpunkt ist die alte Mainbrücke. Isomatte, Decke, Regenschirm, Kanne heißen Tee oder Kaffee und wenn möglich ein kleines Lichtlein (Motto: Pflege braucht Wärme) mitbringen, warm anziehen! Sich freuen, wenn mehr als 30 Leute kommen!

Meinem Sohn geht es übrigens wieder gut. Es war dann doch eher harmlos und nur der Schrecken groß. Die behandelnden Ärzte waren natürlich auch tadellos in der Behandlung und überaus freundlich. Ein herzliches Dankeschön und allen eine schöne Vorweihnachtszeit.

Autor

Beate Kesper, Diplom Braumeisterin, studierte Brauerei- und Getränketechnologie in Berlin und München. Sie ist gelernte Brauerin und Mälzerin und über Umwege in ein “fachfremdes” Betätigungsfeld geraten: Sie ist Buchautorin, Bloggerin, Mitgründerin und Chefredakteurin der freien Onlinezeitung Mein Kitzingen.de. Seit 2012 ist sie Vorstandsvorsitzende der gemeinnützigen Stiftung für Erziehung, Bildung, Wissenschaft und Kultur (EBWK), die sich primär auf dem Gebiet der Erwachsenenbildung engagiert. In Kitzingen hat sie die Psychosoziale-Beratungsstelle der EBWK ins Leben gerufen. Sie ist im Vorstand der Vereins 42e.V., der sich für politische Bildung in der neuen digitalen Gesellschaft einsetzt. Als engagierte Verfechterin für Bürgerrechte und Transparenz sieht sie es als fast logische Konsequenz eine freie Plattform für Bürger auf kommunaler Ebene zu schaffen. Kitzingen ist seit fast 12 Jahren ihre Wahlheimat, für die sie sich engagieren möchte.

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