Aus Kitzingen:

Mainschreck, Regen und Weißwürste – Anrudern beim KRV

Am letzten Samstag war das Wetter wirklich nicht gut. Aber die Ruderer des Kitzinger Rudervereins 1897 e.V. haben das alljährliche Anrudern, wie der Start in die Rudersaison genannt wird, trotzdem mit zwei Bootstaufen als gemütlichen Festakt über die Bühne gebracht.

Der Vorstandsvorsitzende Dieter von der Kall merkte an, dass er in früheren Tagen in Schlips und Anzug die Festrede habe halten müssen. Aber die Zeiten und Sitten ändern sich. Auch ohne Festkleidung ist die Taufe der zwei neuen Boote sehr feierlich und traditionell verlaufen.

Die beiden Taufenden,  Michael Rückel und Manfred Marstaller, freuten sich, dass sie ihre erste Bootstaufe erleben und sogar selbst durchführen durften.

Eins der neuen Boote des Vereins ist ein Einer, der vor allem für ungeübte Einer-Fahrer aus dem Breitensport angeschafft wurde. Dieses Boot liegt sehr stabil auf Wasser und kann auch von ungeübten Ruderern zu Trainingszwecken genutzt werden. Sein Name „MainSchreck“ ist dabei Programm. Michael Rückel, Rektor der Richard-Rother-Realschule, die mit dem Ruderverein eine 20‑jährige Kooperation pflegt, wurde die Ehre dieser Taufe zuteil.

Das Kombiboot, das als Vierer und Fünfer genutzt werden kann, wurde auf den Namen „Max Reheuser“ getauft. Reheuser errang im Jahre 1928 seinen 25. Rudersieg, was eine beachtliche Leistung ist. Ein anderes Boot, das seinen Namen trug, musste leider wegen Altersschwäche verschrottet werden. Die Taufe wurde durch den Sportreferenten der Stadt Kitzingen, Manfred Marstaller, durchgeführt.

Trotz Regen wurden fünf Boote zu Wasser gelassen, darunter auch der Rennachter des Vereins, der zum größten Teil mit Jugendlichen der Richard-Rother-Realschule besetzt war.

Für das leibliche Wohl hat wie immer das Wirtshausteam des Rudervereins gesorgt.

Und hier noch ein paar Impressionen…..

Autor

Beate Kesper, Diplom Braumeisterin, studierte Brauerei- und Getränketechnologie in Berlin und München. Sie ist gelernte Brauerin und Mälzerin und über Umwege in ein “fachfremdes” Betätigungsfeld geraten: Sie ist Buchautorin, Bloggerin, Mitgründerin und Chefredakteurin der freien Onlinezeitung Mein Kitzingen.de. Seit 2012 ist sie Vorstandsvorsitzende der gemeinnützigen Stiftung für Erziehung, Bildung, Wissenschaft und Kultur (EBWK), die sich primär auf dem Gebiet der Erwachsenenbildung engagiert. In Kitzingen hat sie die Psychosoziale-Beratungsstelle der EBWK ins Leben gerufen. Sie ist im Vorstand der Vereins 42e.V., der sich für politische Bildung in der neuen digitalen Gesellschaft einsetzt. Als engagierte Verfechterin für Bürgerrechte und Transparenz sieht sie es als fast logische Konsequenz eine freie Plattform für Bürger auf kommunaler Ebene zu schaffen. Kitzingen ist seit fast 12 Jahren ihre Wahlheimat, für die sie sich engagieren möchte.

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