Aus Kitzingen:

Historisch,  unglaublich, irreal

von unserem stellvertretenden Chefredakteur Dr. Erik Mueller-Schoppen

Die deutsche Mannschaft spielt gegen den Gastgeber Brasilien in einer Parallelwelt, in der sie einfach so mal ein Tor nach dem anderen schießt, meist unbedrängt.

Sie trifft im Halbfinale sieben Mal. Nun fehlt noch der  Sieg zum ersten WM-Titel seit 24 Jahren. Mehr Glück, mehr Mumm, mehr Witz, mehr Entschlossenheit, mehr, mehr mehr….nicht in Worte zu kleiden. Anfangs doch eingeschüchtert von einer wild entschlossenen Elf ohne ihren Wunderstürmer wendete sich plötzlich das Spiel, innerhalb von 30 Minuten 5 Tore, dann schauten Milliarden von Zuschauern mit offenem Mund in die Welt.

Natürlich fehlten der verletzte Neymar und Abwehrchef Thiago Silva, dennoch so ein Zusammenbruch in der Abwehr, unerklärlich.

Nach dem eher unerwartetem 2:0  war nun jeder Schuss ein Treffer. Kroos traf nach Flanke von Philipp Lahm zum ersten Mal und legte gleich darauf nach.

Jetzt traute man seinen Augen nicht mehr, und auf den Rängen wurde hemmungslos geweint. Nach der Pause ging es etwas  gebremster weiter. Die brasilianische Elf bäumte sich leicht auf. Aber, André Schürrle, für Klose eingewechselt, erhöhte nach der Pause auf  7:0, seine Tore fielen wieder in der Parallelwelt, spielerisch.

„Zusammenbruch des brasilianischen Fußballs“, „Das Beben von Belo Horizonte“, „Eine Demontage Deluxe“, alle Überschriften können das Unerklärliche nicht deuten, und so geht dieses Spiel in die Geschichte des Fußballs ein.

Autor

Dr. Erik Mueller-Schoppen Mitglied der Chefredaktion

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