Aus Kitzingen:

Hunde, Buddhisten und zwei Kinder in Katmandu

Das Projekt Street Dog Care in Katmandu erhält Hilfe aus Deutschland. Nepal verbindet jeder mit dem Himalaya,  dem  Mount Everest  und Trekking. Es gibt aber auch noch andere  Dinge zu sehen und es gibt eine Menge Hilfsprojekte, die überaus erfolgreich sind. Der Grund ist das überdurchschnittliche Engagement der Gründerinnen und Gründer, die das Land zu schätzen und zu lieben gelernt haben. Es scheint fast so, als gäbe es sonst wo kein größeres  Interesse der Bevölkerung den Ausländern beim Helfen zu helfen.

Kleiner Hund in Boudha

Kleiner Straßenhund in Boudha

Das Street Dog Care Projekt (SDC) wurde im Februar 2009 von Andrea Bringmann gegründet. Unter dem Motto: „Lasst uns zusammenarbeiten, um alle Wesen ein besseres Leben zu geben“. Es geht um die medizinische Versorgung, Impfungen, Rehabilitation und Sterilisation der Straßenhundepopulation von  Boudha, einem Bezirk von Katmandu. SDC betreibt unter anderem einen wöchentlichen Hundepflege Camp am Boudha Stupa. Boudha Community-Mitglieder, aber auch Freiwillige und Touristen, bringen die Straßenhunde zur medizinischen Versorgung. Eine ständige Anlaufstelle für Tiere in Not und eine Langzeitpflege gibt es im Street Dog Care Centre. Das Dog Care Center  liegt am Rande des Boudha Stupa und  wurde im Jahr 2012 von den Besitzern des G-Café, einem bekannten Restaurant in der Gemeinde gespendet. Das Zentrum beherbergt bis zu 35 Hunde. Dort bekommt jeder Patient eine Chance. Hunde werden nur im Notfall getötet.

Kleiner Hund mit Rolf

Auch Straßenwelpen wollen spielen

SDC schafft eine Gemeinschaft und soziales Denken. In den letzten sieben Jahren ist es zu einem wichtigen Bestandteil der pulsierenden Gemeinschaft von Boudha geworden. Viele der Community-Mitglieder unterstützen das wöchentlichen Pflege Camp. Boudha ist eine hauptsächlich buddhistische Gemeinschaft und viele der Mitarbeiter und Freiwillige werden auch zu praktizierenden Buddhisten. Der Tierschutz ist ein großer Aspekt im Buddhismus. Die Wertschätzung jeglichen Lebens ist fundamental in dieser Religion und schafft viel gutes Karma.  Neben medizinischer Versorgung gibt es Futter, Decken, Wasser, Umarmungen und Liebe für die Hunde. Alles für eine bessere Lebensqualität.  Für Hunde wie auch Menschen.

Boudha Kathmandu

Boudha Kathmandu, Stupa

Das Street Dog Care Projekt finanziert sich aus Spenden und bekommt keinerlei staatliche Hilfe. Deshalb bringen zwei Geschwisterkinder aus Kitzingen eine große und wichtige Spende  nach Katmandu. 20 Packungen eines Mittels gegen Flöhe und Zecken. Für 100 Hunde wird das Paket ausreichen. 540,00 Euro ist die Lieferung wert. Natürlich freuen sich die Kids auf den Besuch im Street Dog Care Centre. Dort gibt es neben kranken Hunden auch Welpen, und wie eine Hundeärztin arbeitet, dass wollte Paula schon immer wissen. Natürlich würden die beiden am liebsten einen Hund adoptieren. Das ist möglich. Der Transport kostet allerdings 700 – 800 Euro.  Aber Mama sagt, dass wir einfach keine Zeit für ein weiteres Familienmitglied haben.

 

Wie Sie einen Hund adoptieren können, oder einfach nur spenden können lesen Sie hier.

 

Spenden können aber auch durch meinkitzingen.de weitergeleitet werden. Schreiben Sie uns!

 

 

Autor

Beate Kesper, Diplom Braumeisterin, studierte Brauerei- und Getränketechnologie in Berlin und München. Sie ist gelernte Brauerin und Mälzerin und über Umwege in ein “fachfremdes” Betätigungsfeld geraten: Sie ist Buchautorin, Bloggerin, Mitgründerin und Chefredakteurin der freien Onlinezeitung Mein Kitzingen.de. Seit 2012 ist sie Vorstandsvorsitzende der gemeinnützigen Stiftung für Erziehung, Bildung, Wissenschaft und Kultur (EBWK), die sich primär auf dem Gebiet der Erwachsenenbildung engagiert. In Kitzingen hat sie die Psychosoziale-Beratungsstelle der EBWK ins Leben gerufen. Sie ist im Vorstand der Vereins 42e.V., der sich für politische Bildung in der neuen digitalen Gesellschaft einsetzt. Als engagierte Verfechterin für Bürgerrechte und Transparenz sieht sie es als fast logische Konsequenz eine freie Plattform für Bürger auf kommunaler Ebene zu schaffen. Kitzingen ist seit fast 12 Jahren ihre Wahlheimat, für die sie sich engagieren möchte.

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