Aus Kitzingen:

Ungewöhnliche Spendenaktion für die Erdbebenopfer in Nepal

Nepali Ziegelstein

Und DU? So der Aufruf von Rolf Schmelzer zur der wohl zurzeit ungewöhnlichsten Spendenaktion für die Erdbebenopfer in Nepal. Wer Rolf Schmelzer kennt, der weiß, dass er seine Idee gründlich durchdacht und geplant hat. Rolf Schmelzer lebt schon seit Jahren in Nepal. Er kennt Land und Leute wie sonst kein Fremder in diesem Land. Und ein Fremder ist er schon lange nicht mehr. “ Ralafa ahio“ – „Rolf ist da!“ – hört man immer wieder, wenn man mit ihm durch die entlegensten Ecken Nepals unterwegs ist. Die Aktion ist sehr simpel und das Motto –  NEPAL WIEDERAUFBAU! DIREKTE PRIVATHILFE! – klar verständlich.

Und hier der persönliche Aufruf von Rolf:

Wer von euch helfen möchte, bekommt diesen kleinen, aber wirkungsvollen Tipp: Sammelt SELBER Spenden bei euren Freundinnen und Freunden ein, die euch vertrauen. Wenn möglich 5.000 bis 10.000 Euro in den kommenden zwei bis drei Wochen für den Wiederaufbau der zerstörten einfachen Häuser in den Dörfern hier in Nepal. Solch ein Haus wieder aufzubauen kostet maximal 500 Euro, sollte aber möglichst vor dem Monsun (Mitte/Ende Juni) geschehen! Dieses Geld bringt ihr persönlich hierher nach Nepal.

Rolf Schmelzer mit der ersten Spende

Rolf Schmelzer mit der ersten Spende

Wenn ihr es euch leisten könnt, zahlt die Flugkosten (ca. 650 Euro mit Turkish Airlines) selber, falls nicht, fragt eure Freunde, ob ihr die Flugkosten von der Spende nehmen dürft. Hier in Katmandu organisiere ich euch dann einen Jeep mit erfahrenem Fahrer (ca. 50 bis 80 Euro) je nach Entfernung für zwei Tage. Ihr sucht euch gemeinsam mit mir das Dorf aus, in dem die einfachen Häuser (denn die sind ja zumeist komplett zerstört worden) neu errichtet werden sollen. Das dort dafür benötigte Geld gebt ihr der Großmutter, dem Großvater, der Mutter, dem Vater, der Tochter, dem Sohn, dem Onkel, der Tante – egal. Die Familien sind hier in Nepal starke Verbünde, im Schnitt 100 Leute mit allen Verwandten, oft wesentlich mehr. So könnt ihr sicher sein, dass euer Spendengeld in diesem Familienverbund für den Wiederaufbau des Hauses oder der Häuser verwendet wird. Bringt euer eigenes Zelt und einen Schlafsack mit, oder kauft es hier günstig in Katmandu/Thamel (etwa 50 – 80 Euro) und lasst beides bei der Familie.

Dei erste Empfängerin

Dei erste Empfängerin

Vor Ort notiert ihr euch den Namen, Alter und die Handynummer des Empfängers, lasst euch den Empfang des Geldes quittieren und macht ein paar Fotos. Ihr verbringt eine Nacht dort mit der Familie. Im Jeep ist viel Platz, also könnt ihr auch noch Nahrungsmittel und 20 mal 20 Liter Trinkwasser mitnehmen (ein 20-Liter-Behälter kostet etwa einen Euro plus drei Euro Pfand). Die betroffenen Ortschaften sind in der Regel in fünf bis sieben Stunden gut zu erreichen. Plant mit Hin-und Rückflug eine Woche ein. Ich hole euch am Airport ab und bringe euch auch dorthin zurück.Nach etwa zwei oder drei Monaten mache ich meinen jeweiligen „Kontrollbesuch“ anhand eurer Angaben und gucke, ob die Häuser gebaut wurden und mache Fotos und Notizen.

NEPAL WIEDERAUFBAU! DIREKTE PRIVATHILFE! – Genauso mache ich es ja auch. LAEUFT! – Wenn ihr an die großen Hilfswerke oder die Regierung spendet, kommen in der Regel nur 15% bis 20% bei den Betroffenen an! Das habe ich hier in Nepal nun zehn bis 15 Mal selber in NGOs (Non-Profit Organisation), in denen ich ehrenamtlich gearbeitet habe, erlebt.

Es gibt zwei Spendenkonten über die auch ohne persönlichen Einsatz eine Direkthilfe über Rolf Schmelzer möglich machen :

  1. Gemeinnützigen Stiftung Erziehung, Bildung, Wissenschaft und Kultur mit Sitz in Kitzingen IBAN: DE24 2007 0024 0382 3788 01 – BIC: DEUTDEDBHAM bei der Deutschen Bank.

Es gibt eine Spendenquittung für das Finanzamt und 10% bzw. maximal 5 Euro Verwaltungskosten pro Spende.

  1. Rolf Schmelzer, Korrespondent für N24 in Nepal. Es kann keine Spendenquittung ausgestellt werden. IBAN DE69 3705 0299 1151 1028 27 – SWIFT-BIC: COKSDE33XXX bei der Kreissparkasse Koeln – www.ksk-koeln.de

 Verwendungszweck NEPAL WIEDERAUFBAU

DANKE!

meinkitzingen.de  wird Sie alle auf dem Laufenden halten. Mit Bildern und Berichten von Rolf Schmelzer.

 

 

Autor

Beate Kesper, Diplom Braumeisterin, studierte Brauerei- und Getränketechnologie in Berlin und München. Sie ist gelernte Brauerin und Mälzerin und über Umwege in ein “fachfremdes” Betätigungsfeld geraten: Sie ist Buchautorin, Bloggerin, Mitgründerin und Chefredakteurin der freien Onlinezeitung Mein Kitzingen.de. Seit 2012 ist sie Vorstandsvorsitzende der gemeinnützigen Stiftung für Erziehung, Bildung, Wissenschaft und Kultur (EBWK), die sich primär auf dem Gebiet der Erwachsenenbildung engagiert. In Kitzingen hat sie die Psychosoziale-Beratungsstelle der EBWK ins Leben gerufen. Sie ist im Vorstand der Vereins 42e.V., der sich für politische Bildung in der neuen digitalen Gesellschaft einsetzt. Als engagierte Verfechterin für Bürgerrechte und Transparenz sieht sie es als fast logische Konsequenz eine freie Plattform für Bürger auf kommunaler Ebene zu schaffen. Kitzingen ist seit fast 12 Jahren ihre Wahlheimat, für die sie sich engagieren möchte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

banner