Aus Kitzingen:

Marktbreiter Mini Computer Congress – mmcc

Nicht um den erhobenen Zeigefinger geht es am 25. Juli im Marktbreiter Gymnasium beim mmcc, dem Marktbreiter Mini Computer Congress, sondern um Informationen und Spiele und vor allem um Spaß. Vorbild ist der Computer Communication Congress des Chaos Computer Clubs, der im letzten Jahr 10.000 Besucher verzeichnen konnte. Davon waren 400 Kinder und nicht alle hatten ihre Eltern dabei.  Es ist ein Kongress der sich nicht nur an sogenannte Hacker (Erklärung unten) richtet.

Erwartet werden nicht ganz so viele Gäste wie beim C3, wie der Hackerkongress auch genannt wird,  aber interessant und spannend verspricht der Tag dennoch zu werden. Der mmcc bietet in seinem Programm einen Mine-craft walk-through, Informationen über das Hacken einer Whats-App Kommunikation, einen Workshop zum Löten eines LED-Würfels sowie Informationen über gute und schlechte Computerspiele. Also fast alles was Kids und Eltern zurzeit bewegt.

Lichtinstallation auf dem Vorbild C3 in Hamburg

Lichtinstallation auf dem Vorbild C3 in Hamburg

Dr. Doris Behrendt ist Mathelehrerin, Organisatorin und Initiatorin des Kongresses am Marktbreiter Gymnasium. Bislang waren die Elternabende zum Thema neue Medien eher langatmige Vorträge, die an Eltern gerichtet waren, die meist technisch unerfahren sind. Das will Doris Behrendt am 25. Juli anders machen, es soll ein Event für alle werden. Deshalb gibt es ein abwechslungsreiches und interessantes Programm, bei dem auch das Mitmachen an erster Stelle steht.

So können die Kinder wie Eltern etwa einen Spieler verfolgen, und sehen, wie er einen walk-through (Gang) durch das beliebte Computerspiel Minecraft macht, um zu sehen, was dieses Spiel so unwiderstehlich macht. Eine Podiumsdiskussion mit Kindern und Erwachsenen über Computerspiele ist ebenfalls geplant.

Screenshot Minecraft

Screenshot Minecraft

Ein Arduinoworkshop bietet die Möglichkeit einen LED-Würfel zu löten und ihn anschließend mit Hilfe eines Mikrocontrollers zu dreidimensionalen Bildern zu animieren. Für werdende Programmierer und Interessierte  wird ein Programmier-Workshop mit der Programmiersprache Python angeboten.

Beginn des mmcc am Marktbreiter Gymnasium ist am 25. Juli 2015 um 10 Uhr, Ende gegen 17 Uhr. Der Eintritt beträgt für Schüler einen Euro, für Erwachsene zwei Euro. Während des Tages wird im Schulhaus ein eigenes offenes WLan-Netz zur Verfügung stehen. Das komplette Programm finden sie hier: mmcc.

Die teckkids auf dem C3

Die teckkids auf dem C3 in Hamburg

Wer gern weitere Informationen über Technik für Kinder möchte, kann sich gern auch an den teckids e.V. wenden.

jugendhackt über Hacker:

Was ist ein „Hacker“?

Sicher hast du den Begriff „Hacker“ schon einmal gehört – entweder in den Nachrichten oder in einem Film im Fernsehen. Vielleicht ist dir dabei auch aufgefallen, dass das Wort für ganz unterschiedliche Dinge benutzt wird. In den Nachrichten ist oft davon die Rede, dass „Hacker“ Angriffe im Internet durchgeführt haben, Passwörter geklaut haben oder etwas anderes kriminelles getan haben.

Ursprünglich – und bei uns – bedeutet das Wort aber etwas ganz anderes. Hacker sind Leute, die sich ganz besonders intensiv mit Technik und Informatik beschäftigen. Sie benutzen nicht nur Computer, indem sie zum Beispiel Spiele darauf spielen oder Briefe schreiben, sondern sie wollen verstehen, wie die Technik funktioniert. Dabei ist alles erlaubt, was niemand anderem schadet – Hacker bauen Technik auseinander, versuchen sie zu verstehen oder sie nachzubauen. Dabei finden sie oft Dinge heraus, mit denen sie etwas ganz neues erschaffen können.

Und ganz wichtig: Hacker möchten, dass jeder von ihnen lernen kann. Was sie herausgefunden haben, möchten sie weitergeben.

Autor

Beate Kesper, Diplom Braumeisterin, studierte Brauerei- und Getränketechnologie in Berlin und München. Sie ist gelernte Brauerin und Mälzerin und über Umwege in ein “fachfremdes” Betätigungsfeld geraten: Sie ist Buchautorin, Bloggerin, Mitgründerin und Chefredakteurin der freien Onlinezeitung Mein Kitzingen.de. Seit 2012 ist sie Vorstandsvorsitzende der gemeinnützigen Stiftung für Erziehung, Bildung, Wissenschaft und Kultur (EBWK), die sich primär auf dem Gebiet der Erwachsenenbildung engagiert. In Kitzingen hat sie die Psychosoziale-Beratungsstelle der EBWK ins Leben gerufen. Sie ist im Vorstand der Vereins 42e.V., der sich für politische Bildung in der neuen digitalen Gesellschaft einsetzt. Als engagierte Verfechterin für Bürgerrechte und Transparenz sieht sie es als fast logische Konsequenz eine freie Plattform für Bürger auf kommunaler Ebene zu schaffen. Kitzingen ist seit fast 12 Jahren ihre Wahlheimat, für die sie sich engagieren möchte.

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