Aus Kitzingen:

„Mainstockheimer Exodus“: Erprobtes Asylversagen

Prolog:

Inzwischen ist die Mainstockheimer Unterkunft geräumt.

Nach dem letzten Artikel zu Mainstockheim, der durch seine provokative Überschrift vor allem zur Diskussion und Reflektion anregen sollte, erhielt ich einige hundert Zuschriften. In den Kommentaren, aber auch per Email oder Post. Meine Handynummer wurde bei diversen Diensten rumgereicht, die Werbeanrufe machen. Aber auch mich hat man nach Lust und Laune fast eine Woche lang, rund um die Uhr angerufen.

Viele dieser Kontaktaufnahmen verliefen ungefähr so: Zuerst wüste Beschimpfungen – die mich nicht interessierten. Heikles Thema, soll man mich halt bitte grob beschimpfen, wenn es erleichtert. Ich stehe da drüber. Danach folgten immer Behauptungen über die Asylbewerber, und wie schlimm diese sind. Hier interessierte mich immer, wer hat was gesehen, über wie viele Stufen wurde die Information transportiert und wie bei beim Kinderspiel „Stille Post“ möglicherweise verkürzt, verfälscht oder falsch verstanden. Primäre Quellen gibt es, bei denen die sich so sehr aufregten, dass sie sogar meine private Handynummer ausfindig machten, kaum.

Die Beitrag der MainPost zur Aufheizung der Lage im Mainstockheim

Bei einem nicht zu verachteten Teil derer, die sich hier zu Wort melden, führt die Quelle ins Internet zu Foren oder sozialen Netzwerken (siehe letzter Beitrag). Aber auch oft zu anderen Medien, wie MainPost, infranken etc. Jedoch beziehen diese Artikel sich wieder ganz allgemein auf Bürger. Damit trägt auch die MainPost dazu bei, ein sich selbst referenzierendes Gebilde zu bauen, aus dem Hass und Unwissen geschöpft wird.

Außerdem tut sich die MainPost schwer, klare Worte zu finden. Geht es beispielsweise um Deutsche, die sich mit Baseballschlägern bewaffnen, „um für Ordnung zu sorgen“, redet die MainPost unscheinbar lediglich von „Personengruppen“. Geht es um Angreifer, die sogar in die Unterkunft eingedrungen sind um da drinen zu randalieren, wird verschwiegen, woher diese kamen. Geht es hingegen um die Bewohner der Unterkunft, ist selbst die Mülltrennung recht um ein Bild vom sich schlecht verhaltenden Flüchtling zu zeichnen. Überregionale Medien wie der Focus sind da hingegen deutlicher: Anwohner kamen mit Baseballschlägern zum Flüchtlingsheim – Bürgermeister: „Wir hatten keine Wahl

Natürlich verkauft sich eine Zeitung in einem Ort schlecht, über den schlecht berichtet wird. Aber Bürgerwehren zu Personengruppen zu beschönigen und Informationen auszulassen ist auch keine Alternative um den Verkauf zu fördern.

Es fehlt eine Anlaufstelle für Bürger, Flüchtlinge und Asylbewerber!

Wenn man hier schon ein kleines Fazit aus dieser etwas unfreiwillig übernommenen Rolle der „beschimpfbaren Ausheulschulter“ ziehen kann, dann dass ein Ansprechpartner fehlt. Ein Bürgermeister, der sich vor allem aus der Sichtweise der Bürger (und somit auch gegen die Untergebrachten) engagiert, kann dieser Ansprechpartner nicht sein.

Auch die Polizei ist eher nicht geeignet, sie ist bestenfalls das allerletzte Mittel in der Not. Mit Platzverweisen schlichtet man keinen Konflikt, man verschärft ihn nur, weil sich immer einer unfair behandelt fühlt. Nicht alles was aus unserem kulturellen Standpunkt nicht ok ist, kann angezeigt werden. Nicht für alles, dass angezeigt wird, folgen Ermittlungen. Und nicht für alles, das man anzeigen könnte und Ermittlungen folgen müssten, ist die Anzeige auch das richtige Mittel zur Lösung.

Es braucht hier einen Ansprechpartner, der den Untergebrachten die Vorgänge um Sie herum in ihrer Sprache erklären kann – sonst werden aufgrund unterschiedlichen kulturellen Standpunkten, Sprachen, Gesten, Handlungen und Mimiken diese Vorgänge falsch verstanden. Auch das ist extrem begünstigend für eine solche Eskalation.

Diese Funktion wird oft von freiwilligen Bürgern übernommen. Aber auch sie stoßen an ihre Grenzen und haben es in dieser aufgeheizten Stimmung extrem schwer, mit den Beteiligten in Kontakt zu kommen oder zu bleiben. Weil es dann im Konflikt keinen Austausch gibt, die falschen Mittel falsch eingesetzt werden, kann diese Eskalation überhaupt erst so stattfinden.

Mobbing als Ausgang?

Nach all diesen Emails und Telefonaten bildet sich ein klares Bild heraus: Eine im Kern kleine Gruppe – nicht zwangsweise nur aus Mainstockheimern – die sich zur Aufgabe gesetzt hat, die Asylbewerber zu „provozieren“ ist der Nukleus. Mir wurde am Telefon prahlend erzählt, dass dazu die einfachen Methoden des Nachbar-Mobbings verwendet wurden. Zwei kleine Beispiele:

Nachts sollen PKWs in die Löwenwirtsgasse gefahren sein und dort vor der Unterkunft den getunten Motor mehrfach hochgedreht haben. Danach sind die PKWs wieder weggefahren. Es wurde eine Flasche dem PKW hinterhergeschleudert.

Nachts sollen kleine Kieselsteinchen an die Fenster der Asylbewerber geworfen worden sein. Diese rissen danach das Fenster auf und riefen – in ihrer slavischen Muttersprache – etwas sehr laut auf die Straße hinaus.

Die Attacken, von denen einer am Handy so stolz prahlte, waren immer so ausgerichtet, dass der Angriff für die Untergebrachten extrem nervig war, aber Anwohner meist nur das reaktive Fehlverhalten aus der Unterkunft mitbekamen. So lag im ersten Fall eine zerbrochene Flasche auf der Straße – im zweiten Fall bekamen die Anwohner mit, dass hier laut aus dem Fenster gerufen wurde. So könnte der Eindruck entstanden sein, dass hier die ganze Nacht excessive Parties gelaufen wären. Etwas, dass bis heute immer wieder in der Mainstockheimer Bürgerschaft als Behauptung vernehmbar ist.

Angekratzte Psyche

Wenn diese Attacken auch nur eine Woche angedauert haben, dann ist es gut vorstellbar, dass ein nicht gefestigter junger Mann oder eine Clique psychisch nicht gefestigter junger Männer, dabei in gewisser Weise „durch dreht“. Einerseits haben sie noch an den Erlebnissen der Flucht zu knabbern, denn Schleuser vom Balkan sind nicht zimperlich.

Sie haben dann keinen, an den sie sich wenden können, keinen behördlichen Ansprechpartner, keine Freunde, keinen Seelsorger. Aber genug Menschen um einen herum, die offen zur Schau tragen, dass Sie alle gegen einen sind. Irgendwann unterscheiden solche jungen Männer nicht mehr zwischen einem beliebigen Passant und jemanden der offen zur Schau trägt, dass er Asylbewerber nicht mag. Man könnte von einer Radikalisierung oder auch inneren Abschottung sprechen.

Es kommt weiteres Fehlverhalten dazu, dass immer mehr Bürger gegen die kleinere Gruppe der Untergebrachten aufbringt. So wird aus dem offenen zur Schau stellen von Ablehnung eine offene Aggression. Dann gab es da noch das unrühmliche Verhalten einer Gruppe türkisch-stämmiger Deutscher. Und da die Asylbewerber in Ihrer Kultur verankert sind, nehmen sie sich halt Stuhlbeine und stellen sich schützend vor Ihre Unterkunft. Ab hier wird daraus eine Gewaltspirale – bei der Bürger eingepeitscht von Kommentaren auf Sozialen Medien (siehe letzter Beitrag) plus einseitiger Berichterstattung der MainPost und psychologisch schlecht betreute Asylbewerber aufeinander treffen. Einen Gewinner gibt es dabei nicht – beide Seiten tragen nur den gegenseitigen Hass für die nächste Eskalationsstufe davon.

Mainstockheim als Blaupause für andere Orte

Der Anrufer, der so stolz erzählte, wie die Asylbewerber mit kleinen Dingen zur Weißglut gebracht wurden, meinte auch, dass demnächst in anderen Orten diese Eskalationsstrategie anwenden zu wollen. Der „Mainstockheimer Exodus“, wie er es nennt, sei ein „erprobtes Asylversagen“, der „dieses Pack schon noch wegbringen wird“. Deutschland solle sich ein paar Exil-Inseln zulegen und dort alle Asylsuchenden und Flüchtlinge konzentrieren.

Rechts ist keiner? Rechts sind alle?

Der Mainstockheimer Bürgermeister Karl-Dieter Fuchs spricht mantraartig allen Pressevertretern zu, dass es keinen rechten Hintergrund jemals gegeben habe. Alle Schuld liege bei den sich falsch verhaltenden Asylbewerbern.

Wenn man annimmt, dass Fuchs selbst so stark von der Gewaltspirale gefesselt ist, dass er zu einer Reflektion der Vorgänge nicht mehr in der Lage ist, kann man dieser Argumentation von Fuchs folgen. Die Ausrede wäre vereinfacht Naivität und Unwissen. Denn genau diese Reflektion ist die Aufgabe von Gemeindeoberhäuptern in Mainstockheim und Clanältesten auf dem Balkan. Deswegen handelt es sich in beiden Kulturen um Autoritäten. Nur wenn man annimmt, dass Fuchs das Wohl und Wehe seiner Gemeinde nicht reflektiert gibt es keinen rechten Hintergrund.

Wenn man aber annimmt, dass Fuchs reflektierend in Kauf nahm, dass es diese Eskalation gibt, um die Asylbewerber los zu bekommen, dann steht er ganz vorne mit dabei, wenn es um gruppenbezogene Fremdenfeindlichkeit geht. Dann handelte er aus dem Amt heraus gegen die Unterkunft. Immerhin ist Fuchs Bürgermeister seit 1990 – Naivität und Unwissenheit ist da kaum als Ausrede vorstellbar.

Ich hatte Herrm Fuchs Fragen dazu geschickt, wie er versucht hat, die Eskalation einzudämmen, noch bevor die Unterkunft geräumt war. Welche Maßnahmen er ergriffen hat, welche noch folgen werden. Eine Antwort bekam ich darauf nicht.

Im Gespräch in Mainstockheim mit anderen Journalisten habe ich aber erfahren, dass der einzige Wunsch, den das Gemeindeoberhaupt an das Landratsamt und die Regierung von Unterfranken herangetragen hat, die Deportation der untergebrachten Personen war. Es wurde nicht versucht, mit einem Psychologen die destabilisierten jungen Männer aus dem Balkan wieder einzufangen; Es wurde nichts anderes gewünscht als einfach nur die Deportation von 24 Personen – oder beschönigt ausgedrückt die Räumung der Unterkunft.

Somit bleibt nur eine Folgerung zur Einordnung des gesamten Zusammenhangs: Eine kleine Gruppe „Brandstifter“ greift die fremdenfeindliche Stimmung der Bürgerschaft auf und spielt mit ihr. Die fremdenfeindlich eingestimmten Bürger sind dankbar für jeden Vorwand und bauen sich per „Stille Post“ ihre eigenen Geschichten. Die lokale Presse nimmt diese auf und berichtet einseitig, denn Asylbewerber kaufen keine Zeitungen. Daraus werden dann weitere fremdenfeindliche und vorurteilsbeladene Geschichten in der Bürgerschaft gestrickt. Am Ende eskaliert alles explosionsartig. Und Politiker profilieren sich mit der Räumung von ganzen Unterkünften. Aber rechts ist angeblich kein Einziger von Allen jemals gewesen.

Im letzten Beitrag wurde in Kommentaren oft gefordert, ich solle mich schämen. Seid versichert, das tue ich jetzt. Für Euch. Für Mainstockheim.

Autor

Andreas Witte lebt und arbeitet seit Juni 2013 im Innopark Kitzingen. Er machte eine Lehre als KFZ-Mechatroniker in München und studierte Erneuerbare Energietechnik an der Hochschule München. Zwischenzeitig gründete er in Ismaning eine Firma für Datenanalyse und technische Betriebsführung von Photovoltaikanlagen, bevor er in Kitzingen angestellt wurde. Andreas Witte ist außerdem langjähriger Blogger auf mehreren Plattformen.

10 Kommentare

  1. anwohner von mainstockheim - Antworten

    du hast mir das echt aus dem herz geschrieben. ich wohne noch nicht lange in mainstockheim dennoch merke ich deutlich und auch in anderen situationen das hier Ausländer oder Asylanten nicht gerne gesehen sind.

  2. Das Mißtrauen Anderen gegenüber scheint ein maßgeblicher Teil der „Deutschen Leitkultur“ zu sein…
    Kommt wohl daher, daß die hiesigen Eingeborenen (können auch Sachsen, Brandenburger oder andere gemeint sein) über Generationen hinweg in wirtschaftlichen Notlagen leben mußten und immerwieder alles Hab und Gut verloren hatten. Daraus können sich unvorteilhafte, schwer heilbare Ansichten und Verhaltensweisen entwickeln.
    Wir deutsche Mitteleuropäer sind Teil eines Wirtschaftssystems, das an seine Grenzen gekommen ist. Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir unsere eigenen Rentenansprüche sichern (in knapp 25 Jahren bin ich soweit…). Andere haben sich verschuldet für den hierzulande sehr populären Traum vom eigenen Haus. Da wird schnell alles bekämpft und verhindert, was unsere Planungen gefährden könnte. Umdenken und das Ausprobieren neuer Lösungen macht Arbeit, die wir Weisungsempfänger nicht gewohnt sind.

    Unser Festhalten an althergebrachten Gewohnheiten ist reine Verlustangst. Manchmal auch Neid und Mißgunst. Faschisten sind durch die Weltwirtschaftskrise und die Versailler Verträge nach dem verlorenen WK1 an die Macht gekommen. Nach 1945 hatten viele Deutsche noch weniger als zu Vorkriegszeiten.
    ausgebombte und vertriebene „Volksgenossen“ hatten es damals auch schon schwer, einen neuen Lebensmittelpunkt zu finden.
    Wenn althergebrachtes Verhalten an die nachfolgende Generation ohne zu überlegen 1:1 weiter“gelehrt“ und kritiklos übernommen wird, kann nichts Vernünftiges dabei herauskommen. Wir sollten uns klarmachen, daß wir in einer geldkranken Gesellschaft leben, die sich selbst auffrißt.
    Der Umbau unserer auf Wachstum ausgelegten Wirtschaftsordnung kann nicht im HauRuckverfahren geschehen. Warum werden die Rüstungsfirmen nicht dazu verdonnert, ihre Hinterlassenschaften wie Sprengmittel aller Art, demoliertes Kriegsgerät aus den Konfliktgebieten zu bergen um dringend benötigtes Ackerland zum Nahrungsmittelanbau verfügbar zu machen? Wie wäre es mit der Bewässerung und Begrünung von Wüsten? Die Technologie dazu (Meerwasserentsalzung, sichere Energieversorgung, effektive Bodenbearbeitung) ist längst vorhanden. Wieso wird deutsche bzw. „abendländische“ Technologie nur zur Unterdrückung anderer Nationen verwendet?! Unsre Politiker reisen lieber mit dem Scheckbuch durch die Welt. Dabei wäre es klüger, das Geld im eigenen Lande auszugeben und die Materialien/Technik zur Selbsthilfe in Krisengebieten bereitzustellen.
    Halunken und Ganoven die ihre Mitmenschen ausnutzen gibt es auf jeder Seite. Ein Freund sagte mal: Schlechte Menschen bekommen immer Kinder. Kinder lernen nun mal von den Erwachsenen durch abschauen und Imitation…

  3. Ich schäme mich für Mainstockheim, Kitzingen, Franken und seit heute auch besonders deutlich für die CSU.
    Zu schade, dass wir in Bayern nie die Chance bekommen, Frau Merkel zu wählen!
    Kitzingen hat 10.000 Amerikaner verkraftet, warum nicht jetzt auch einige tausend gut ausgebildete arbeitswillige Flüchtlinge, die unsere Wirtschaft bereichern, unsere Zukunft als Rentner sichern und vor allem unseren verengten Horizont erweitern!?
    Wie wohltuend ist es, die vielen Helfer zu sehen, die Flüchtlinge willkommen heißen!
    Deutschland, du bist SUPER!
    Ja wir schaffen das!

  4. Ich lese nur „Deportation“, Exodus, Schämen, Brandstifter, 1945, Volksgenossen u. frage mich ernsthaft,
    ob ich grad zu einem Artikel über die Reichspogromnacht im Stürmer gelandet bin.
    Es werden Sachen wie Asylbewerber, Flüchtlinge, Slawen, Albaner, fremdenfeindliche Stimmung der Bürgerschaft wild durcheinander geworfen, jetzt fehlt nur noch eine Steigerung mit Islamophie.
    Dazu spricht Frau Menche von 1000 gut ausgebildeteten arbeitswilligen Flüchtlingen, die mal unsere Rente sichern sollen….
    Mal ehrlich, bei der Kakophonie bin ich dankbar, dass dies alles aber nicht der Mehrheitsmeinung u. vor allem dem gesunden Menschenverstand entspringt.
    1. Wir reden hier von Albanern, das sind wenn überhaupt Wirtschaftsflüchtlinge! Mit Betonung auf WIRTSCHAFT
    2. Das Problem wird vom Bund gemacht u. die Kommunen müssen den Krampf ausbaden.
    3. Es wird von Psychologen gesprochen, wie wäre es noch mit betreuten Wohnen? Hat schon mal wer gefragt,
    wer das alles bezahlen soll u. von welchen Summen wir hier sprechen.
    4. In Bayern kommen pro Monat über 200000 Asylsuchende an, von den unregistrierten gar nicht zu reden.
    Ich wohne in München u. sehe das Chaos tagtäglich am Hbf. Irgendwann haben auch mal die Gutmenschen die
    Schnauze voll, wenn der Strom nicht abreist.
    U. dann wird wg. 25 Kosovoalbanern so ein Wind gemacht, die hier überhaupt nichts zu suchen haben!
    5. Am Ende sind immer die bösen Deutschen schuld ….liegt an der Geschichte so, das habe ich ja schon in
    der Schule eingetrichtert bekommen….
    6. Irgendwie sind wir ja alle noch ein bisschen Nazis, liegt wohl in unseren Genen …daher auch Exodus,
    Deportation, 1945.
    7. Bei Nachzug der Familienangehörigen, wo man bei Schätzungen so bei 4 Mio landet (will uns halt keiner so
    richtig sagen), die alle eher dem muslimischen Kulturkreises entsprechen, ist das dann mit dem Nazi-
    Minderwertigkeitsgefühl hoffentlich auch vorbei!!!!!
    8. An Frau Menche. Mutti hat fertig ….dumm nur, dass sie alle möglichen Nachfolger entsorgt hat.
    Oder würden sie es gut finden, dass sie nochmals 4 Jahre Deutschland auf Sicht u. ohne Ziel steuert.
    Robert Mugabe ist mit über 90 auch noch am Ruder …..leider macht Macht grenzdebil u. wirklichkeitsfremd!

    Es wird immer rechte Spinner geben, dazu auch die Linken, was besser ist, weiß ich nicht.
    Aber es gibt keinen Grund, sich für Deutschland zu schämen, für ein Land, das in der westlichen Welt mit Abstand die meisten Hilfesuchenden aufnimmt u. dazu in der Beliebtheit an erster Stelle steht.
    Aber bei so dumm-dämliche Sprüchen wie „Wir schaffen das“, ich schäme mich für Deutschland, Franken, Mainstockheim fehlen mir die Worte ….weil das WIE fehlt u. auch der Realismus!
    Oder schaffen sie das wirklich? Nehmen Gutmenschen wie Fr. Menche oder Herr Witte Albaner in ihr Haus auf,
    spenden Geld, bezahlen die Krankenkasse, kochen u. bringen ihnen Deutsch u die Deutsche Leitkultur näher?
    Wenn ja, dann Chapeau, wenn nein, dann nehme halt mich an Nuhr u. sage ….wenn man keine Ahnung hat,
    einfach mal die Fre. halten!

    • Herr Grötsch,

      ich empfehle Ihnen nach Ihren eigenen Worte die Fresse – ja ich darf das jetzt mal ausschreiben – zu halten.
      Denn ihre rethorisch gemeinte Frage „Nehmen Gutmenschen wie Fr. Menche oder Herr Witte Albaner in ihr Haus auf, spenden Geld, bezahlen die Krankenkasse, kochen u. bringen ihnen Deutsch u die Deutsche Leitkultur näher?“ muss man ganz ernsthaft mit Ja! beantworten. Etwa derzeit jeden Tag 2-3 Stunden meiner Freizeit.

      Gemerkt haben Sie es vielleicht daran, dass ich in letzter Zeit weniger für meinkitzingen.de geschrieben habe.

      Schöne Grüße vom Gutmenschen!

      • „…eigenen Worte die Fresse – ja ich darf das jetzt mal ausschreiben – zu halten….“

        Ein „Journalist“ sollte mehr Format haben!

        • Herr Witte ist kein Journalist u. das ist auch gut so.
          Warum meinkitzingen.de als „Die Freie Onlinezeitung“ deklariert wird,
          ist mir auch ein Rätsel. Hier wird nur versucht, die eigene Wahrheit bzw. Meinung
          durchzuboxen u. anderes mit „Fresse halten“ abgebügelt.

          • Sehr geehrter Herr Grötsch,

            Sie haben hier geschrieben, dass ich aufgrund unzureichendem Eigenengagement kein Recht hätte, über Themen zu schreiben. Tut mir leid für Sie, dass Sie mit Ihren Vorurteilen mir gegenüber halt auf das von Ihnen noch verkürzte Wort gefallen sind.

            Es ist schon außerordentlich dreißt, nachdem Sie mich mit „Fre… halten“ in Ihrem ersten Kommentar abbügeln wollten, mir jetzt hier Ihe eigenes Vorgehen vorzuwerfen. In diesem Kontext Ihrer eigenen Unreflektiertheit sehe ich mich auch nicht mehr gezwungen, sachlich mit Ihren Kommentaren und den Anwürfen darin umzugehen.

            Es gibt keinen „Journalist“ in der Form eines Diplom Ingeniuers oder eines Doktortitel. Ohne den sogenannten „Presseausweis“ von einem bestimmten eingetragenen Verein kommt man zwar an manche Vergünstigungen oder Einladungen schlechter ran, ist aber egal, da ich über ein solches Dokument verfüge.
            Was mich von den Schreibenden der unter dem Dach der MainPost vereinten (Werbe- und DPA-Nachdruck-)Redaktionen unterscheidet, ist neben 100%-Eigentexte, dass ich aus einem mitte-liberalen und technisch-fortschrittsfreundlichem Sichtwinkel mit der Bildungsschicht als Zielgruppe schreibe – statt aus einem sehr rechts-konservativem, technophoben Winkel der schieren Masse der Abo-Rentner mit all ihren „großen“ Ängsten nach dem Mund schreibe. Natürlich ist meine Zielgruppe relativ marginal – dass nimmt mir aber nicht das Recht, eine Online-Zeitung herrauszugeben und diese aufgrund der Nichtabhängigkeit von dominanten Verlagshäusern durch alternative Finanzierungswege als „frei“ zu bezeichnen.

            Wenn’s Ihnen nicht passt, was ich schreibe: Kaufen Sie sich eine MainPost oder lassen Sie sich eine Kitzinger kostenlos zusenden (wie man hört bekommt man die nach der Kündigung des Abos weiterhin kostenlos zugeschickt, damit die Auflage für die Werbung nicht dramatisch sinkt) und die Kitzinger enthält ja angeblich auch die gleichen Meldungen wie die MainPost nur einen Tag später mit mehr Werbung. Wenn sieh es online mögen, so sind die Texte um ein paar Sätze verkürzt ein oder zwei Tage später auch auf Infranken.de zu lesen. Es gibt keinen Grund, hier in meine Kommentarspalten Unsinn von einer rein politischen Klassifikation in gute und schlechte Flüchtlinge reinzublubbern.

            Lassen Sie sich Panik einreden und in der Werbespalte daneben gleich die richtige Lösung für das herbeigeschriebene Problem verkaufen. Ist ihr Ding, wie Sie mit Medien umgehen. Schreien Sie meinetwegen 10 mal ganz laut „Lügenpresse“ mit wehender Deutschlandfahne, wenn Ihnen ein Artikel nicht in den Kram passt und nicht Ihre persönlichen Vorurteile gegenüber Flüchtlingen, Ausländern, der Politik oder sonstwas nicht von allen Medien im Gleichklang direkt bestärkt wurde. Das wird bestimmt helfen. Nicht.
            Oder aktzeptieren Sie, dass Medien (alle Medien, egal wie sie geliefert werden) per Grundgesetz den Auftrag dazu haben „sowieso zu machen, was sie für richtig halten“ und man nur mit _SACHLICHER_ Kritik darauf Einfluss nehmen kann.

            Dann werden Sie aber feststellen, dass Sie sich in den letzten Zeilen Ihres ersten Kommentars ziemlich vergriffen haben, denn ihre Rhetorik, auch in diesem Kommentar zielt darauf ab, einem Journalisten das Schreiben zu verbieten. Aber was Pressefreiheit heißt und wofür es gut ist, dass kein Mob und kein Kommentarspaltenheld wie Sie einem Journalisten wie mir das Schreiben verbieten darf, wissen Asylsuchende vom Balkan als auch aus Afrika und jene aus dem Nahen Osten sehr viel besser, als solche „Deutsche“ wie Sie. Insofern möchte ich Sie an die Worte des konservativen Politikers Seehofers erinnern: „Das Grundgesetz gilt für alle.“ – und wahrscheinlich meinte er mit „Grundgesetz“ auch die darin verankerte Pressefreiheit und mit „alle“ auch alle Deutschen. Sonst hätte er das nicht so generell gesagt. Vielleicht möchten Sie sich jetzt – den Flüchtlingen zum Vorbild – zur Abwechslung mal Grundgesetzkonform verhalten und nicht versuchen, mit Rhetorik mir das Schreiben zu verbieten.

            Mit freundlichen Grüßen
            Andreas Witte

          • Sehr geehrter Herr Witte,

            Sie nötigen mich mit Ihrer letzten Litanei über Grundgesetz, Pressefreiheit, Spaltenheld, Fresse halten u.
            den gleichgeschalteten Printmedien wie Mainpost u. Kitzinger, nochmals zu antworten.
            Die Pressefreiheit ist mit Abstand das größte Gut, welches es in unserer Demokratie zu verteidigen gilt u. ich habe Ihnen mit keinem Wort das Schreiben untersagt, sondern vielmehr KOMMENTIERT!
            Journalismus ist objektiv, kritisch, dokumentierend u. ergo meinungsbildend.
            Ihre Kommentare, Berichte u. Reflektionen haben damit wenig gemein, denn sie sind meinungsmachend,
            sie treiben hier Ihre eigene Sau durchs Dorf!
            Die Wahrheit ist leider nicht schwarz, nicht weiß, sondern grau…
            Sie sind ein sehr engagierter Blogger, der seine politischen Ansichten folgt, nicht mehr u. auch nicht weniger.
            Das beweisen Sie ja tagtäglich auf Twitter u. Konsorten.
            Mich wundert es auch nicht, dass die Resonanz auf meinkitzingen.de marginal ist u. ich finde es amüsant,
            dass sie die Wenigen als Bildungsschicht sehen u. Leser der lokalen Printmedien als konservative Ewiggestrige u. Mob.

            Beste Grüße
            Michael Grötsch

  5. Liebe Heide Menche,
    aufgrund Ihres antiquierten Vornamens gehe ich davon aus, dass Sie die Zeiten der 10.000 Amerikaner in Kitzingen live miterlebt haben. Es ist ein normaler menschlicher Zug, die Vergangenheit und die Zeit seiner Jugend zu verklären. Welche Erlebnisse sie persönlich mit den damaligen Mitbewohnern Kitzingens auch gehabt haben mögen, ich kann mich an etliche Zeitungsartikel erinnern, in denen z.B. von Schlägereien, Umweltfreveln, Vergewaltigungen usw. durch unsere amerikanischen Freunde die Rede war. Irgendwann haben die Zeitungen aufgehört, die Nationalitäten der Täter zu veröffentlichen – und halten sich noch heute an dieses bewährte Muster der Desinformation. Als 7-11jährige neugierige und dumme Kinder sind wir zu den „Amis“ gepilgert, wenn diese Manöver bei uns spielten. Meinen ersten englischen Satz habe ich dort gelernt: „Do you have an elder sister?“
    Ganz aktuell lese ich in überregionalen Online-Zeitungen (nicht in den regionalen), dass in der Kitzinger Asylunterkunft keine weiblichen Reinigungskräfte mehr eingesetzt werden dürfen aufgrund mehrfacher sexueller Belästigung dieser Personen. Sparen Sie uns Steuerzahlern doch die Kosten für den Reinigungsdienst, treten Sie dem Kitzinger Helferkreis bei und übernehmen Sie die Reinigungsarbeiten.
    Die durchwegs gut ausgebildeten, arbeitswilligen Flüchtlinge, die Ihre Zukunft als Rentnerin sichern, zeigen sich vielleicht durch entsprechende menschliche Zuwendung dankbar und erweitern, was verengt ist. Ich meine natürlich – gemäß Ihrer eigenen Aussage – Ihren Horizont.
    Im übrigen schäme ich mich seit Jahrzehnten nicht nur für die CSU sondern auch für die Freien Wähler.

    Lieber Herr Witte,
    den Begriff „Deutsche Leitkultur“ hat Friedrich Merz (CDU) in 2000 geprägt. Von ihm stammt auch die Forderung der Assimilation, die zu uns kommende Migranten leisten müssen. Es freut mich, dass Sie sich in der Antwort auf Herrn Groetsch als ein Jünger des Herrn Merz outen. Ich finde diese Aussage von Ihnen sehr wichtig.
    Bisher konnte man den Eindruck bekommen, Sie wären eher im gedanklichen Gefolge des türkischen Präsidenten Erdogan. Bekanntlich hat der seinen hier lebenden Bürgern eben diese Assimilation verboten. Geschehen ist das bei seinen Wahlveranstaltungen in Deutschland, wo er in vollbesetzten Riesenhallen vor tausenden seiner Anhänger sprach.
    Aber, wie gesagt, Sie beantworten die „rhetorische Frage“ des Herrn Groetsch „… ganz ernsthaft mit Ja!…“. Also Herr Witte, j a S i e s c h a f f e n d a s !

    Mit freundlichen Grüßen
    Stefan Lenzer

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