Aus Kitzingen:

SPD beschäftigt sich mit Flüchtlingspolitik in der Region

SPD beschäftigt sich mit Flüchtlingspolitik in der Region

Herlheim/Kolitzheim. Schweinfurt. Kitzingen. Die aktuelle Flüchtlingspolitik war das Schwerpunktthema einer Vorstandssitzung der SPD Schweinfurt/Kitzingen in Herlheim.

Astrid Glos, stellvertretende Vorsitzende und Integrationsreferentin der Stadt Kitzingen, stellte ein Konzept für Aktionen zum Thema Asyl und Flüchtlinge vor. Glos leitet den Runden Tisch in Kitzingen, der sich regelmäßig trifft und die unterschiedlichsten Aktionen plant und organisiert. Entstanden ist in Kitzingen so ein Stadtplan für Erwachsene eine gefüllte Stofftasche für Kinder, Gesprächs- und Ausflugs- und Sportangebote und Sprachkurse. „Was fehlt sind Wohnungen für anerkannte Flüchtlinge. Für einen sozialen Wohnungsbau besteht dringender Handlungsbedarf!“, so Glos. An einem umfassenden Beratungsangebot zu Fragen der Berufswahl, der Ausbildung bzw. des Arbeitsplatzangebots arbeite der Runde Tisch noch. „Bildung, Ausbildung und ein Arbeitsplatz sind neben der Sprachkenntnis die wichtigsten Integrationsbausteine und sorgen dafür, dass anerkannte Flüchtlinge einen Platz in unserer Gesellschaft finden werden!“ so Glos.

Der Unterbezirksvorsitzende und Schweinfurter Stadtrat Ralf Hofmann dagegen zeigte sich nicht zufrieden mit der Informationspolitik rund um die Erstaufnahmeeinrichtung in der Stadt. „Das beginnt beim zögerlichen Getue der Bezirksregierung, setzt sich aber auch im Rathaus fort.“ so Hofmann. Seine Kritik gelte allerdings nicht den städtischen Mitarbeitern, die sich im Rathaus weit über das normale Maß hinaus einsetzen würden, um die Herausforderung zu stemmen und dabei noch das Gemeinwesen aufrecht zu erhalten. Hofmann plädiert aber dafür, der bisherigen Praxis, Öffentlichkeitsarbeit hauptsächlich durch Pressemitteilungen und den Internetauftritt zu betreiben, die Bürgerinnen und Bürger aktiv anzusprechen und mit ihnen in den Dialog zu treten.

„Auch wenn vor allem das Informationsgebaren von Landes- und Bundesregierung schuld ist, dass viele Kommunen, so auch Schweinfurt, selbst häufig den Information hinterher hecheln, ist doch ein enormes Interesse der Menschen spürbar mit ihren Fragen mit den Verantwortlichen in direkten Dialog treten zu können.“ so Hofmann.

Den Tag der Offenen Tür in den Kasernen und den Runden Tisch Asyl, beides im Frühjahr, als mögliche Bürgerinformation zu verkaufen, betrachtet Hofmann als unzureichend. „Ich bin für eine aktive, offensive Informationspolitik die von Verwaltung und Stadtrat zusammen mit dem Handwerk und der Industrie, den Kirchen und Wohlfahrtsverbänden sowie der Polizei erfolgen muss. Das würde Vertrauen schaffen und zeigen: Die Lage ist ernst, aber wir schaffen das gemeinsam!“ so Hofmann. Das Bürgertelefon, das jetzt eingerichtet wurde, sei sicher ein guter Gedanke in dieser Richtung, aber das reiche nicht. Ganz konkret fordert Hofmann: „Ich bin für einen wöchentlichen öffentlichen Termin für die Bevölkerung, egal ob im Rathaus oder in den Stadtteilen. Dort sollen die Menschen ihre Fragen stellen und beantwortet bekommen. Und auch wenn es keine Antwort gibt, muss man den Mut haben, das zu sagen.“

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